Schach Jugendbundesliga Nord

Post SV Uelzen bleibt in der Erfolgsspur

Am letzten Sonntag (17.02.2019) setzte sich das Team vom Post SV Uelzen in der Jugendbundesliga gegen Weiße Dame Hamburg souverän mit 4.5-1.5 durch.
Das Team war wie auch in der letzten Woche ersatzgeschwächt, Max Peter Schulze kam durch das Fehlen von Jan Niklas Untiedt zu seinem zweiten Bundesligaeinsatz.
Die Postler profitierten davon, dass die Gäste aus Hamburg nur zu viert angereist waren, Imamali Askerov und Jannik Rothenberg hatten spielfrei und somit lagen die Gastgeber schon zu Beginn mit 2-0 in Front.
Den Uelzenern war bewusst, dass es trotzdem kein Selbstläufer wird. Nach 2.5 Stunden gewann Nina Rothenberg zum 3-0, sie knetete ihr minimal besseres Damenendspiel und belohnte sich mit dem vollen Punkt.
Nach einer interessanten Partie gelang dem formstarken Jacob von Estorff am 3. Brett das 4-0, was gleichbedeutend mit dem Mannschaftssieg war. Er nutzte aus, dass sein Springer dem gegnerischen Läufer überlegen war. Von Estorff bleibt Topscorer des Teams und zählt auch in der gesamten Liga zu den besten Punktesammlern. Anschließend spielte Torben Knüdel am Spitzenbrett Remis, erst lehnte er Remis ab, dann stand er etwas schlechter und letztlich war das Springerendspiel beidseitig nicht zu gewinnen. Bis zum Schluss kämpfte Max Peter Schulze, er verlor seine Partie durch einen unglücklichen Fehler, welcher ihm eine Figur kostete. Der Post SV Uelzen ist jetzt nach 5 von 9 Spieltagen auf dem 2. Platz und freut sich nun auf das Topspiel gegen den drittplatzierten SK Lehrte, das Heimspiel findet am 10. März um 10:00 Uhr statt.

“Wir wissen um unsere gute Ausgangslage und wollen gegen Lehrte etwas zählbares mitnehmen”, sagt Mannschaftsführer Torben Knüdel vorausblickend.

Jacob von Estorff an Brett 3

(Bericht Torben Knüdel)

Schach: Jugendbundesliga Nord

Post SV Uelzen mit 4:2 Auswärtssieg auf Platz 2

Am 10.02.2019 reisten die Schachspieler des Post SV Uelzen im Nachholspiel des 4. Spieltages der Jugendbundesliga Nord zum KSV Rochade Göttingen und konnten dort einen 4:2 Auswärtserfolg feiern. Das Team war durch das Fehlen von Nina Rothenberg ersatzgeschwächt, Max Peter Schulze kam dadurch zu seinem Jugendbundesliga-Debüt. Der Auftakt lief gut für die Uelzener, der formstarke Jan Niklas Untiedt gewann seine souverän geführte Partie und brachte somit sein Team mit 1:0 in Front. Wenig später baute Jannik Rothenberg die Führung auf 2-0 aus, seine Partie wurde ziemlich konkret, er behielt in den entscheidenden Momenten die Übersicht.
Dann kam Rochade Göttingen zum 2-1 Anschlusspunkt, im Duell der Landesmeister (verschiedener Jahrgänge) verlor Torben Knüdel am Spitzenbrett  nach guter Stellung, da ihm gegnerische Freibauern zum Verhängnis wurde.
Im Anschluss gelang Jacob von Estorff das 3-1, er knetete sein minimal besseres Damenendspiel, baute den Vorteil immer weiter aus und belohnte sich mit dem vollen Punkt, damit ist Jacob von Estorff nun Topscorer des Teams.
Den Sieg machte Imamali Askerov perfekt, er gewann seine in eigener Zeitnot schwer zu behandelnde Stellung durch genauer Verteidigungszüge.
Bis zum Schluss spielte der Debütant Max Peter Schulze, aus schlechter Stellung kämpfte er sich zurück, doch am Ende der Partie unterlief ihm ein schwerer Fehler, der verhinderte, dass er sich für seinen guten Kampf belohnen konnte.
Nach diesem Sieg sind die Postler nun auf dem 2. Platz der Jugendbundesliga vorgerückt.
Mannschaftsführer Torben Knüdel merkt an: "Ein ganz wichtiger Teamerfolg, nun wollen wir oben dran bleiben".
Weiter geht es am 17.02.19 ( 11:00 Uhr) im Heimspiel gegen Weiße Dame Hamburg.

Aktuelle Tabelle: (Wegen des Nachholspiels)

http://www.nsv-online.de/ligen/jbln-1819/?staffel=1377&r=

Foto ( Jan Niklas Untiedt): Bundesligadebütant Max Peter Schulze

 

 

 

 

DLM Triumph B-Turnier in Hamburg

An dieser Stelle möchte ich nun von einem eigenen Turnier, dem “DLM Triumph Turnier”,

Torben Knüdel in Hamburg

welches anlässlich des deutschen Meistertitels Niedersachsens bei der deutschen Ländermeisterschaft ausgetragen wurde, berichten. Es wurde in 2 Gruppen gespielt, ein starkes Jugendteam aus Bremen, Hamburg und Niedersachsen, in dem unter anderem FM Hannes Ewert, der Mannschaftsführer des DLM Teams mitspielte, sowie Gruppe B, in der ausschließlich Jugendspieler aus Niedersachsen spielten. Das Turnier fand vom 30.01- 01.02. statt.
Mein Team bestand aus Jeremy Hommer (SC Turm Lüneburg), Nico Stelmaszyk (SK Lehrte), Sören Evering (SC Papenburg) und Andreas Gregor Poschadel (Hamelner SV). Da uns das “Hamburger Old School” Team vom Rating deutlich überlegen war, hatten wir uns nur geringe Chancen ausgemalt.

In Runde 1 spielte jeder dann gegen den an selbiger Position des Gegnerteams gesetzten Spieler, also musste ich gegen Daniel Margraf ran, welcher eine Elo von 2250 hat. In einer taktischen Partie profitierte ich davon, dass meine Vorbereitung auf das Brett kam und kurz darauf spielte ich ein interessantes Bauernopfer. Nach seinem ungenauen Spiel stand ich im höheren Sinne auf Gewinn, übersah aber einen relativ offensichtlichen Verteidigungszug der Schwarz zurück in die Partie brachte. In Zeitnot wurde es dann noch einmal kompliziert, am Ende kam ein Endspiel mit Qualität gegen 3 Bauern auf meiner Seite zustande und zudem gab es beidseitige gefährliche Freibauern. Wir bekamen nur 15 Minuten nach dem 40. und somit verpasste er den Gewinnzug.

Frage 1: Wie gewinnt Schwarz am Zug in Knüdel-Margraf (Lösung unten).

In Runde 2 spielte ich dann gegen den Bundesliga erfahrenen FM Kahlert. Er bekam in einem Königsindischen Aufbau meinerseits schnell Bauernschwächen am Damenflügel und ich hatte nach 15 Zügen eine Stellung, die sich fast von selbst spielte. In der Folge war ich zu sehr auf allgemeine Pläne fokussiert und verpasste den unmittelbaren relativ simplen Gewinnzug. Trotzdem konnte ich meinen Vorteil dauerhaft ausbauen und verhältnismäßig souverän die Stellung zum vollen Punkt verwerten, was im Team leider die 2:3 Niederlage nicht verhinderte. Bis dato lief alles ziemlich gut, aber selbstredend sollten auch in diesem Turnier noch die Schwächen meines Spiels zur Geltung kommen....

Das passierte nämlich in Runde 3, in der ich in einem Turm+Springer Endspiel etwas unsauber ins Springerendspiel abwickelte, was aber immer noch objektiv gewonnen ist. Doch ich verspielte meine gute Stellung in ein Remis, durch eine Ansammlung grob ungenauer Züge und somit kam die knappe 2:3 Teamkampf Niederlage zustande.

Frage 2: Was ist für Weiß der einzige Zug in der Partie Knüdel-Kneip (Lösung unten).

Der Teamkampf endete Remis.

Die Ausgangsituation für die nächste Partie war eine mir bekannte Eröffnung, aus der ich gut heraus kam und in der Folge eine Figur für überwältigenden Kompensation sowie zudem 3 Bauern opferte, doch leider rannte ich in die gefühlt einzige Verlustvariante.
Schlussrunde war klar:
wenn wir 2.5 Punkte oder weniger holen würden, würden wir verlieren, bei einem 3:2 Sieg wäre es insgesamt ein Unentschieden, wenn wir mindestens 3.5 Punkte geholt hätten, hätten wir gewonnen.

Ich konnte in der Partie gegen Hartmut Porth früh im c3 Sizilianer (e4 c5 sf3 a6 c3) eine bequeme Stellung erlangen und durch einen Rechenfehler meines Gegner kam ich in eine positionell nahezu gewonnene Stellung.
Im weiteren Spielverlauf musste mein Gegner mit dem König auf d7 zurückschlagen und hatte somit das Rochaderecht verloren.

 
Frage 3: In der Partie kam Lxd5, was hätte Weiß auf Td5 machen sollen (Lösung unten).

Leider spielten wir nur 2.5-2.5 und verloren den gesamten Teamkampf somit denkbar knapp, am Ende hat 1 MP und ein BP, also ein zusätzlicher halber Punkt in den Mannschaftskämpfen 2-5 mehr gefehlt.
Insgesamt war ich zufrieden mit meinem Turnierergebnis und der Steigerung im Vergleich zu den letzten 3 Turnieren. Es war ein schönes Turnier, wo ein Teamspirit innerhalb der Kaderspieler entstand und man 5 Partien gegen gute Gegnerschaft spielen konnte.

Komplettiert wurde das Turnier von einer Anti-Doping Infoveranstaltung unter der Leitung von unserem Spitzenspieler FM Bernd Laubsch, sowie einem Abschlusstraining am Folgetag dem 02.02.2019 von GM Karsten Müller, in dem interessante Partien des Turniers analysiert wurden.
Partien unter:
http://cloudserver.chessbase.com/MTk5NDg2Ng==/replay.html

Ergebnisse unter
http://chess-results.com/tnr410807.aspx?lan=0&art=1&turdet=YES&flag=30

Lösung 1: Tc2!! gewinnt, da nach Kxc2 Txe5 h2 der Bauer zur Dame wird und a6 h1D a7 an Da1+ scheitert. In der Partie folgte in Zeitnot Txe6 und ich konnte nach fe6 Kg7 a6 Tc2 Kc2 h2 a7 h1D a8D das Damenendspiel gewinnen.

Lösung 2: Ta8!! ist der einzige Zug, nach Ta8 was mein Gegner fand, Txa8 De6+ Kh8 b7 Tf8 Dc8 h6 Dxf8+ Kh7 b8D verlor ich die Partie.

Lösung 3: auf Lxd5 Txd5 Dxd5!! (Sd5 Sd7+) exd5 Sd7+!! Sd7 Tc8, die Partiefortsetzung war exd5 statt Txd5, gelogt von De3 Da7 Dg3 (es droht Se6+ fe6 Tc7) Te8? Dd6+ Kg8 Txe8 Sxe8 Dd8 1-0

(Bericht Torben Knüdel)

 

PSV Uelzen I verliert knapp in Bremen  

Am 03.02. bestritt der Post SV Uelzen ihren 6.Spieltag in der Landesliga-Nord auswärts im Weser-Stadion gegen die dritte Mannschaft des SV Werder Bremen.

Zum Auftakt einigten sich Mannschaftsführer Ingo Schulze und Hendrik Mittelstädt nach unspektakulären Partieverläufen auf die Punkteteilung mit ihren Gegnern,die danach auch die Bundesligapartien live nebenan mitverfolgen konnten.Jeweils ein weiteres Beispiel für Sicherheit gaben der erfahrene Fidemeister Bernd Laubsch und Sergej Bogomolow,die in einer komplexen Stellung nichts anbrennen ließen und das Remis zogen.2-2.Kurz darauf kam aber ein Rückschlag:

In einer ausgeglichenen Stellung verlor Peter Gomolla nach einer tiefen Denkphase auf Zeit.Daraufhin glich Imamali Askerov jedoch nach schwieriger Partie noch aus.Lange hielt das 3-3 leider nicht.Uwe Rick verlor seine Partie nach verpasster Gewinnchance,weshalb Werder nun mit 4-3 führte.Torben Knüdel war der Letzte,der die Schachfiguren bewegte.Doch nach langem Kneten für den Sieg kam er über ein Unentschieden nicht hinaus.

„Selbstredend war auch in diesem Mannschaftskampf mehr drin gewesen.“ fügte der Topscorer Imamali Askerov an.

Insgesamt verlor Uelzen gegen die leicht favorisierten Werderaner mit 3,5-4,5 aus Uelzener Sicht.

(Bericht: I. Askerov)



NordWest-Cup Bad Zwischenahn 2019

Vom 24.01.-27.01.19 spielten 8 Uelzener in Bad Zwischenahn beim NordWest-Cup im Open A und Open B mit. Insgesamt waren mehr als 350 Schachspielerinnen und Schachspieler am Start.
Im Open B gelang Nina Rothenberg ein Achtungserfolg. Sie startete mit 3/4 ( 3 Siege aus 4 Spielen) und verlor nur gegen den Turnierfavoriten.
Am Ende wurden es dann 4/7. Ihr Bruder Jannik Rothenberg gewann mit 4.5 Punkten einen Jugendpreis, hatte in der letzten Runde sogar noch Auslosungspech, da der völlig überforderten Turnierleitung ein Fehler unterlief.

Im Open A konnte Imamali Askerov nach zwischenzeitlich 2 Siegen in Serie 3 Punkte einfahren. Jacob von Estorff erreichte nach gutem Remis in der Schlussrunde gegen einen starken CM  (Candidate Master) 3.5 Punkte. Auch Torben Knüdel erzielte 3.5 Punkte, nachdem er in Runde 2 sogar gegen den Großmeister Teske antreten durfte. Er konnte seinen schwachen Turnierstart am Ende noch mit 2 Siegen ausgleichen. Stark spielte Uwe Rick, der das komplette Turnier oben dabei war und nur eine Partie verlor. Am Ende standen durch viele Remis 4 Punkte auf seinem Konto.

Carsten Grabow kam ebenfalls auf 4 Punkte. Nach einem etwas holprigen Turnierstart fand er gut ins Turnier rein und es blieb bei einer Verlustpartie.
Der beste Uelzener war der erfahrene Fidemeister Bernd Laubsch. Er holte gegen gute Gegnerschaft 5/7 und erhielt dafür einen DWZ- Ratingpreis.
Die Uelzener wollen nun die gewonnene Spielpraxis für die 2. Saisonhälfte positiv nutzen.

(Bericht Torben Knüdel)

 

 

 

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