Kantersieg in Aurich

PSV Schachjugend ist nun auf Rang 2

Am Sonntag, den 01.12.2019, war die Schach- Jugendbundesligamannschaft des Post SV Uelzen am 3. Spieltag in Aurich zu Gast. Nach knapp 4 Stunden Fahrzeit begann der Mannschaftskampf, die Uelzener traten in Bestbesetzung an. Recht früh zeichnete sich ein Auswärtssieg für die Postler ab. Das 1-0 markierte dann Torben Knüdel am Spitzenbrett. In einer 20 Züge-Partie gewann er durch einen effektiven Königsangriff. Der amtierende deutsche U 10 -Juniorenmeister Finn Helms gewann kurz darauf seine Partie. Durch eine taktische Kombination gewann Helms eine Figur, die er sicher verwertete. Helms ist mit 3 Siegen aus 3 Spielen einer von 2 Topscorer des Teams. Jannik Rothenberg machte Druck am Königsflügel und setzte sich in der gegnerischen Stellung fest. Er beendete die Partie mit einem schönen Mattnetz zu seinen Gunsten. Der formstarke Sommerneuzugang Justus Bargsten gewann wenig später auch seine Partie. Er zeigte positionelles Verständnis und brachte somit den vollen Punkt ein. Jacob von Estorff konnte seinen Sieg durch einen taktischen Trick erringen. In einer lange Zeit spannenden Partie behielt er dadurch die Oberhand. Trotz schlechter Stellung kämpfte sich Imamali Askerov mit großem Kampfgeist zurück und gewann zum 6-0 . Askerov hat nun wie Helms 3 Siege aus 3 Spielen. Somit war der 6-0  Kantersieg perfekt und die Postler stehen in der Tabelle auf Rang 2. Weiter geht es am 12.01.2020 im Heimspiel gegen Delmenhorst.
Fotos: Michael Schläger
Bericht: Torben Knüdel

Foto 1: vorne Justus Bargsten,
Mitte Jacob von Estorff, hinten Torben Knüdel
Foto 2: vorne Imamali Askerov,
Mitte Jannik Rothenberg, hinten Finn Helms

 

 

Post SV weiter auf Erfolgszug

Landesligateam gewinnt auch gegen SK Nordhorn Blanke 2

Am 24.11.2019 konnte die Landesligamannschaft der Schachabteilung vom Post SV Uelzen durch einen 5:3 Erfolg gegen die zweite Mannschaft vom SK Nordhorn Blanke auf Rang 2 in der Tabelle klettern. Das erste Ergebnis stand nach knapp 3 Stunden. Jacob von Estorff konnte in einer taktischen Abwicklung die Oberhand behalten und markierte das 1:0. Kurze Zeit später folgte ein Sieg von FM Bernd Laubsch am Spitzenbrett, der die Partie durch einen Damenfang für sich entschied. Aus einer etwas schlechteren Stellung konnte Sergej Bogomolow ein relativ ungefährdetes Remis erreichen. Mannschaftsführer Ingo Schule konnte aus schlechterer Stellung heraus einen Mattangriff aufbauen und zwang den Gegner somit zur Aufgabe. Den Mannschaftssieg sicherte Sommerneuzugang Justus Bargsten. In einer sehr taktischen Stellung behielt der Uelzener Topscorer die Übersicht und machte das 4.5-0.5 für die Postler. Der formstarke Bargsten ist damit bei 3 Siegen aus 3 Spielen und einem Score von 100%. In der Folge verlor Imamali Askerov seine Partie, da ihm gegnerische Freibauern zum Verhängnis wurden. Auch Torben Knüdel musste sich nach einem missglückten Königsangriff geschlagen geben. Den Schlusspunkt setzte Hendrik Mittelstädt, der sich in einer strategisch interessanten Partie Remis trennte. Am 08.12.2019 geht es weiter beim Topspiel gegen die Bremer SG.

(Bericht T. Knüdel)

 


Jugendbundesliga Post SV Uelzen - Hagener SV

Uelzen auf richtigem Kurs

Schach-Bundesligateam gewinnt souverän gegen Hagener SV

Die U20 Mannschaft des Post SV Uelzen hat am Sonntag, den 10.11.2019 das Heimspiel gegen den Hagener SV souverän mit 4.5-1.5 gewonnen. Die in Bestbesetzung aufgestellten Uelzener ging nach 2.5 Stunden durch Finn Helms in Führung. Der amtierende deutsche Juniorenmeister gewann seine einseitige Partie auf überzeugende Weise und steht somit bei 2 Punkten aus 2 Partien. Kurze Zeit später gewann der zweite Sommerneuzugang der Postler und markierte das 2-0. Der formstarke Justus Bargsten überspielte seinen Gegner und erhielt eine Gewinnstellung. Da der Gegner eine gute Chance zurück in die Partie zu kommen ausließ, konnte Bargsten die Partie mit einem schönen Mattangriff beenden. Imamali Askerov erhöhte in der Folge auf 3-0. Mit einer souveränen Partieanlage kombiniert mit guter taktischer Berechnung ließ er seinem Gegner keine Chance. Askerov steht nun ebenfalls bei 2 Siegen nach den ersten beiden Spieltagen. Das 4-0, was gleichbedeutend mit dem Mannschaftssieg war, erzielte dann Torben Knüdel. Am Spitzenbrett gewann er eine schöne Schwarzpartie mit gutem Springer gegen schlechten Läufer. Kurz darauf verlor Jacob von Estorff an Brett 2. Ein taktischer Fehler verhinderte, dass er sich für seine starke Partie belohnte. Den Schlusspunkt setzte Jannik Rothenberg. Nach zwischenzeitlich schlechterer Stellung gegen seinen stark aufspielenden Gegner kämpfte er sich zurück in die Partie und spielte in einem spannenden Springerendspiel Remis. Damit endete der Mannschaftskampf mit einem 4.5-1.5 für die Uelzener.

“Auf diesen Mannschaftskampf können wir aufbauen” lobt Mannschaftsführer Torben Knüdel die Teamleistung.

Die Uelzener haben nach einer Auftaktniederlage nun den ersten Saisonsieg feiern dürfen. Weiter geht es beim Auswärtsspiel am 01.12.2019 in Aurich.

Foto (privat) Imamali Askerov steht
nach seinem zweiten Saisonsieg bei 100%.

Foto (privat) Torben Knüdel konnte seine
Schwarzpartie am Spitzenbrett gewinnen.

Bericht: Torben Knüdel

 

Weiter auf Erfolgszug

PSV überzeugt im Kollektiv
Am Sonntag, den 27.10.2019 stand für die Schach Landesligamannschaft des Post SV Uelzen der zweite Spieltag an. Es ging zum Auswärtsspiel gegen SV Werder Bremen IV. Nach dem Auftaktsieg am erstem Spieltag war das Team gewillt, sich mit einem Sieg in der Spitzengruppe festzusetzen. Der Mannschaftskampf verlief anfangs ausgeglichen, nach 3 Stunden liefen noch alle Bretter. Den Anfang machte schließlich Neuzugang Justus Bargsten. Er lehnte in seiner Partie zwischenzeitlich ein Remis Angebot ab, setzte seinen Gegner immer weiter unter Druck und belohnte sich mit dem vollen Punkt. Damit bestätigt der frischgebackene Bezirksmeister seine Topform und ist nun Topscorer des Teams. Torben Knüdel trennte sich in der Folge in einer beidseitig dynamisch geführten Partie Remis. Mannschaftsführer Ingo Schulze konnte ein wenig Druck aufbauen, kam aber nicht über ein Remis hinaus. Auch Jacob von Estorff spielte Remis, nachdem er die präzisen Verteidigungszüge fand. Nach einer solide geführten Partie trennte sich Carsten Grabow mit einer Punkteteilung. Es liefen noch 3 Partien und die Postler führten 3:2, trotzdem war der Ausgang des Mannschaftskampfes nicht sicher. Einen ganz wichtigen Schwarzsieg erzielte dann Hendrik Mittelstädt. Er hatte aus der Eröffnung keine Probleme, baute immer weiter Druck auf und zeigte starke Endspieltechnik zum wichtigen 4:2. Es kam noch besser für die Uelzener,da Imamali Askerov eine verlorene Stellung in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel noch mit großem Kampfgeist zum Remis rettete und damit den Mannschaftsieg sicher stellte. Fidemeister Bernd Laubsch trennte sich am Spitzenbrett nach über 6 Stunden Spielzeit in einer spannenden Partie ebenfalls Remis. Damit haben die Postler 2 Siege aus 2 Spielen und sind noch ohne individuelle Verlustpartie eines einzelnen Spielers. Am 24.11.2019 geht es weiter im Heimspiel gegen SK Nordhorn Blanke II.

 

Bericht: Torben Knüdel

Foto(Privat): Hendrik Mittelstädt

Spannend bis zum Schluss

(Ein Bericht von Justus Bargsten)

Das diesjährige BEM Meisterturnier fand vom 17.10 bis zum 20.10 in Munster statt. Nachdem ich letztes Jahr das Turnier gewonnen habe, war mein Ziel auch dieses Jahr wieder oben anzugreifen. Als Setzlisten 6. von 16 Teilnehmern wusste ich jedoch auch, dass es nicht einfach werden sollte. Wie auch schon im letzten Jahr war es spannend bis zum Schluss und nun werde ich mein Turnier zusammenfassen und meine Partien vorstellen.

In Runde 1 bekam ich es mit dem Tostedter Jugendspieler Janek Bieler (Elo 1804) zu tun. Als klarer Ratingfavorit und mit den weißen Steinen war klar, ein Auftaktsieg wäre extrem wichtig.

Die Eröffnung verlief trotz keiner Vorbereitung gut und ich bekam meine erhoffte zweischneidige Mittelspielstellung. In einer schon leicht angenehmeren Stellung passierte dann auch schnell der entscheidende Fehler, den ich mit einer kleinen Kombination zu einem schnellen Sieg verwerten konnte.

Hier geschah von Schwarz Lxc4? Wonach Txd7! die Partie zu meinem Gunsten Entschied, da Txd7 an Sf6+ Kf8 Sxd7 Dxd7 an Dh8+ scheitert und Weiß einen Turm gewinnt.

In Runde 2 wurde es direkt um einiges härter und ich bekam es mit Sven Huhs (ELO 1993) von der FG Wohle zu tun. Da die Paarung erst spät fest stand und es ohnehin eine Nachmittagsrunde war, war wenig Zeit für eine ausgiebige Vorbereitung, was mich später wohl auch vor Probleme gestellt hat. Auch im Vorjahr hatte ich in der zweiten Runde Schwarz gegen Sven Huhs und habe glücklich ein Remis bekommen, also wusste ich auf was ich mich einstellen muss.

Ich entschied mich trotz geringer Vorbereitung in eine scharfe Theorievariante im Nimzoinder zu gehen, was ich jedoch noch bereuen würde. Er schien die Variante tiefer zu kennen und war der erste der einen dem anderen Unbekannten Zug spielte. Aufgrund meines gefährlichen Halbwissens aus meiner Vorbereitung opferte ich nach langem Rechnen eine Figur, doch leider erwischte ich eine der wenigen Stellungen wo das Opfer nicht funktioniert. Danach war ich schon klar im Nachteil und musste mich nach einem Sauber gespielten Angriff von meinem Gegner schnell geschlagen geben.


 Hier spielte Weiß den Schlüsselzug Sh5 wonach sich die Mehrfigur im Angriff bemerkbar macht und Weiß entscheidenden Vorteil hat.

Runde 3 sollte eine erste Standortbestimmung sein, mit einem Sieg und 2 aus 3 wäre ein Fehlstart vermieden und nach oben alles möglich. Falls ich jedoch nicht gewinne wird es schon schwer an die Spitzengruppe anzuschließen.

Mit Karsten Baldauf (ELO 1630) aus Bad Bevensen war mein Gegner der Setzlistenletze und ein Sieg absolute Pflicht.

Mein Gegner hatte leider einen schwarzen Tag erwischt und schenkte mir im 11. Zug eine glatte Figur und gab direkt auf. So war ich nach einer halben Stunde mit meiner Partie fertig und hatte meinen zweiten Sieg, auch wenn es keine all zu schöne Partie war.

In der 4. Runde saß ich auf der Schwarzen Seite gegen Oliver Meschke ( ELO 1901) aus Breloh, wo mir ziemlich klar war ich werde es mit 1.f4 zu tun bekommen. Meine ersten drei Partien im Turnier waren alle in den ersten 20 Zügen entschieden, was man von Runde 4 bei weitem nicht sagen kann.

Im 21. (!) Zug wurde endlich die erste Figur, nach langem Manövrieren, abgetauscht. Danach lichtete sich das Feld ein wenig und ich kam nach der ersten größeren Abwicklung mit leichtem Stellungsvorteil heraus. Ausschlaggebend war jedoch, dass ich für die bis dahin sehr kräfteraubende Partie deutlich weniger Zeit verbraucht hatte, was beim Zeitmodus ohne Zugaufschlag doch sehr ins Gewicht fallen kann... und das tat es auch. Da mein Gegner noch 15 Züge in 5 Minuten machen musste, spielte er Ungenau was ich durch eine Nett Taktik zum Sieg verwerten konnte.

Hier geschah Txe4! Lxe4 Se3 wonach ich die geopferte Qualität mit Zinsen zurückgewinne und klar auf Gewinn stehe.

In Runde 5 kam es dann zum Vereinsduell gegen Reiner an Brett 1. Reiner führte zu dem Zeitpunkt das Turnier mit 3,5 aus 4 an.

Für mich war klar, auch gegen den Vereinskameraden zählt nur ein Sieg, um die Chance auf den Titel zu bewahren.

Die Eröffnung verlief nach Plan, meine Stellung wirkte zwar recht passiv, jedoch auch sehr solide und einfach zu Spielen. Nach zwei Ungenauigkeiten von Reiner verflachte sein Druck dann endgültig und ich geriet in Vorteil. Durch das Abgeben meines Läuferpaar konnte ich meine Stellung befreien und einen Bauern gewinnen. Nach ein paar weiteren genauen Zügen war meine Stellung dann endgültig gewonnen und Reiner gab auf.

Hier spielte ich Lxf3 Dxf3 Sc5! Wonach Weiß keinen Angriff mehr hat und Schwarz besser steht.

In der Partie folgte dx5 Lxb2 cxb6 axb6 Tc2 Lxa3 und ich komme mit einem Mehrbauern aus den Komplikationen raus.

Runde 6 war sehr wichtig für den Gesamtausgang des Turniers. Mein Gegner, Oliver Lebiedz (ELO 1945) und ich waren punktgleich auf dem ersten Platz mit 4 aus 5, gefolgt von mehreren Spielern mit 3,5 Punkten. Ein Sieg könnte einem von uns den Titel in eigene Hand legen, bei einem Remis würde es extrem offen um den ersten Platz werden.

Die Partie begann damit, dass ich schon im ersten Zug überrascht wurde und somit eine weitere Weißpartie ohne wirkliche Vorbereitung spielen musste.

Trotzdem bekam ich aus der Eröffnung eine Stellung die mich zufriedenstellte, in der ich noch einen leichten Vorteil behalten konnte. Wir wickelten dann in ein Turmendspiel ab in dem ich gute Gewinnchancen haben sollte. Leider habe ich dieses Endspiel dann zu ungenau gespielt und zu schnell forciert und es wickelte sich ins Remis ab.

 

 Wir erreichten dieses Turmendspiel in dem ich mir gute Gewinnchancen ausgemalt hatte.

Ich spielte hier recht konkret und setze auf meine Bauern am Damenflügel mit b4 axb4 axb4 g4! c5

was jedoch bei genauem schwarzen Spiel zum Remis führt.

Besser wäre es gewesen die Stellung noch nicht zu forcieren sondern mit zB h3 fortzusetzen um g4 aus der Stellung zu nehmen und dann Langsam meine Stellung zu verbessern, wonach ich gute Gewinnchancen haben sollte.

Nun stand ich vor der letzten Runde bei 4,5 aus 6, Punktgleich mit drei weiteren Spielern, darunter auch Reiner, auf Platz 1. Ich hatte die zweithöchste Buchholz, jedoch war für mich klar, um eine Chance auf den Titel muss ich gewinnen. An Brett 1 kam es zum direkten Vergleich zwischen Reiner und Oliver Lebiedz. Sven Huhs hatte ebenfalls 4,5 Punkte und wurde gegen meinen Ehemaligen Vereinskollegen Dirk Hilck runtergelost. Für mich ging es gegen den zweiten Breloher des Turniers, Thomas Grüning (ELO 1846).

Ich konnte meinen Gegner mit Schwarz schnell vor Probleme stellen und eine Qualität gewinnen. Zudem hatte ich noch die klar bessere Königsstellung, wodurch ich schnell klar besser stand. Durch einen taktischen Einschlag konnte ich endgültig die Partie für mich entscheiden und früh gewinnen.

 Nach Sxe4 von Weiß konnte ich dxe4 spielen und der Springer auf e5 hat kein Feld mehr und würde nach f6 verloren gehen, wodurch Weiß zu Txe4 Sxe4 Dxe4 gezwungen ist. Danach hat Weiß zwar einen Bauern für die Qualität, jedoch ist die Stellung klar besser für Schwarz, da der König von Weiß zu unsicher steht und der Weiße Damenflügel zu unterentwickelt ist.

Nun hatte ich meinen Part getan und schnell meine Partie gewonnen. Dann hieß es warten, was meine Konkurrenten aus ihren Partien machen. Reiner hatte zwar eine gewisse Initiative nach der Eröffnung aufgebaut, konnte seine Druckstellung jedoch nicht verwerten und die Partie endete Remis. Nur die Partie von Dirk Hilck gegen Sven Huhs konnte mir den Titel nehmen, doch nach einer normalen Eröffnungsstellung hatte Sven Huhs aus versehen seinen König angefasst und musste diesen ziehen, wodurch sich seine Stellung drastisch verschlechterte. Dirk fuhr die Partie sicher nach Hause und damit mich zum Titel.

Nun noch einmal die Endtabelle:

Rangliste:  Stand nach der 7. Runde 

Rang

Teilnehmer

NWZ

ELO

Verein/Ort

S

R

V

Punkte

Buchh

ELO-Schnitt

 

1.

Bargsten,Justus

1942

1984

PSV Uelzen

5

1

1

5.5

24.5

1926

 

2.

Lebiedz,Oliver

1945

1946

SK Rotenburg

3

4

0

5.0

26.0

1989

 

3.

Noack,Reiner

2067

2044

PSV Uelzen

4

2

1

5.0

25.0

1921

 

4.

Huhs,Sven

1993

1950

FG Wohlde

3

3

1

4.5

26.5

1935

 

5.

Hilck,Dirk

1950

1925

Stader SV

3

3

1

4.5

22.0

1926

 

6.

Lützen,Patrick

1826

1722

Breloher SC

1

5

1

3.5

24.5

1979

 

7.

Bieler,Janek

1804

1815

MTV Tostedt

2

3

2

3.5

23.0

1885

 

8.

Meschke,Oliver

1901

1830

Breloher SC

2

3

2

3.5

22.5

1907

 

9.

Thomas,Jeremy

1736

1746

MTV Tostedt

1

5

1

3.5

18.0

1901

 

10.

Grüning,Thomas

1846

1861

Breloher SC

2

2

3

3.0

23.0

1915

 

11.

Becker,Stefan

2104

2033

SC Lüneburg

2

2

3

3.0

21.5

1888

 

12.

Harms,Friedjof

1865

1808

SV Bad Bevensen

1

4

2

3.0

21.5

1885

 

13.

Lehmkuhl,Stefan

1871

1813

Breloher SC

0

6

1

3.0

19.5

1876

 

14.

Weidner,Bernhard

 

1877

SV Bad Bevensen

2

0

5

2.0

23.0

1945

 

15.

Palmer,Harald

1859

1828

SK Verden

1

2

4

2.0

20.5

1908

 

16.

Baldauf,Karsten

1630

1606

SV Bad Bevensen

1

1

5

1.5

21.5

1894

 

Damit war ich zum zweiten Mal in Folge Bezirksmeister und bin dadurch für das LEM Meisterturnier in Verden Anfang des nächsten Jahres qualifiziert.

Damit habe ich meinen Titel verteidigt und nach Uelzen gebracht, nicht wie bei der Siegerehrung angesagt nach Stade :)

Ebenfalls Glückwunsch an Reiner für das starke Turnier und den buchholzbedingten dritten Platz!

 

 

 

 

 

 

 


Platz 6 bei der Deutschen Ländermeisterschaft

Es war mehr möglich ...

Ein Bericht von Torben Knüdel

Am Dienstag, den 01.10.2019 startete ich zu meiner zweiten Deutschen Ländermeisterschaft. Im Vorjahr konnten wir mit Niedersachsen noch den Titel einfahren, allerdings hatte sich das Team verändert. Da Leistungsträger aus dem letzten Jahr aus unterschiedlichsten Gründen (u.a. einem Turnier in Hannover oder eine WM-Teilnahme) fehlten, gehörten wir nicht zum Favoritenkreis. Meine Teamkollegen waren FM Christian Polster (gleichzeitig Mannschaftsführer, HSK Lister Turm), Nico Stelmaszyk (SK Lehrte), Jeremy Hommer (SC Turm Lüneburg), Madita Mönster (SK Wildeshausen), Sophia Brunner (SK Nordhorn Blanke), Tim Sauer (Schachzentrum Bemerode) und Andreea Alexandra Roncea (SC Pappenburg). In der aufgelisteten Reihenfolge (und ich an Brett 2) hatten wir aufgestellt. Unsere Trainer waren FM Fabian Müller (FC St.Pauli) sowie Jens Kahlenberg (SK Wildeshausen).

Mit 35 Minuten Verspätung startete ich am Dienstag, den 01.10. die Anreise nach Würzburg. Ab Hannover fuhren wir dann gemeinsam mit einer praktischen Direktverbindung weiter und kamen gegen 18 Uhr in Würzburg an. Wir übernachteten dieses Jahr in der Jugendherberge, die auch der Spielort war. Am nächsten Morgen startete um 8:30 Uhr dann die Auftaktrunde. Zu Beginn der 20 Mannschaften stark besetzten Meisterschaft wurden in Runde 1 interne Duelle ausgetragen (Bayern 1 gegen Bayern 2, Baden 1 gegen Baden 2 usw.). Wir mussten also gegen die SG Bremen-Niedersachsen. Beim ungefährdeten 7:1 Auftaktsieg wurden wir unserer Favoritenrolle gerecht und waren nach der ersten Runde sogar Tabellenführer (natürlich nur eine kurze Momentaufnahme)

Pahl-Knüdel   

Ich konnte meine Erstrundenpartie siegreich gestalten. In der Diagrammstellung spielte ich Sxg4! und nach hxg4 Lxg4 zeigte sich wie unangenehm die Fesselung ist, zudem standen die weißen Figuren passiv und der König war offen. Die Partie ging mit Kg2 f5 (Df6 ist auch stark) e5 (verhindert die Öffnung der F-Linie) Sxe5 Sxe5 Lxd1 Lxd1 mit Gewinnstellung für Schwarz. Nach dieser netten Einstiegspartie sowie dem guten Mannschaftskampf ging es in Runde 2 gegen Bayern 1.

In der Begegnung, in der wir nomineller Außenseiter waren, spielte ich gegen FM Jana Schneider. Nachdem ich in der Eröffnung mit einer Nebenvariante überrascht wurde, leitete ich in ein ungefähr ausgeglichenes Endspiel über. Der gesamte Mannschaftskampf verlief extrem wechselhaft. Beim Zwischenstand von 1:1 nahm der Mannschaftskampf dann eine überaus positive Wendung.

 Hommer-Lohvinov

Jeremys Sieg war sinnbildlich für den Mannschaftskampf. Er musste seine Dame geben und hatte objektiv nicht genug Kompensation. Er kämpfte sich zurück in die Partie und steht in der Diagrammstellung bereits auf Gewinn! Le8!! Ein sehr sehenswerter Zug. Txe8 scheitert an der Springergabel auf c6, Kxe8 an G8D. Somit ist das Umwandeln des g-Bauern nicht zu verhindern und Jeremy gewann.
Als es dann 3:2 stand und wir 3 bessere Stellung hatten, war der Teamerfolg so gut wie sicher. Ich konnte in meinem Endspiel einen Mehrbauern erreichen, leider war dies nicht genug zur Verwertung eines vollen Punktes. Unser Mannschaftsführer Christian gewann dann beim Stand von 4:3 eine komplexe Partie am Spitzenbrett. Dieser wichtige Mannschaftserfolg sicherte uns 2 Mannschaftspunkte sowie eine damit verbundene aussichtsreiche Lage im Turnier.

In Runde 3 mussten wir dann gegen die hochgehandelten Berliner antreten. Ich selber musste gegen den U18 Nationalspieler FM Emil Schmidek spielen, der eine Elo von 2387 hat. Wir wussten, dass uns eine große Aufgabe sowie ein richtungsweisender Mannschaftskampf bevorstand. Wie erwartet stellten die Berliner gegen uns selbstredend in ihrer Bestbesetzung auf. Leider gingen wir mit 0:2 in Rückstand. Dann hatte Christian von IM Langunow ein Remisangebot und auch ich konnte in meiner Schwarzpartie Remis forcieren. Nach längerem Überlegen nahmen wir beide das Remis, da der Mannschaftskampf sich zu unseren Gunsten drehte. Ich war mit der Partie zufrieden, die Vorbereitung kam auf das Brett und danach verlief die Partie auch recht gut. Wir verkürzten insgesamt auf 3,5:2,5. Leider konnte Nico sein Mehrbauerendspiel nicht verwerten und so lag es an Tim.

Er kämpfte immer und immer weiter. Am Ende war es ein 2 Läufer gegen Läufer und Bauern Endspiel. Tim spielte gegen seine 300 Punkte bessere Gegnerin bis zum bitteren Ende. Nach 149 Zügen und 6,5 h (!) Spielzeit musste er sich dann aufgrund der 50 Züge Regel mit Remis zufrieden geben. Eine super starke Leistung! Trotzdem verloren wir unglücklich mit 3,5:4,5.

Am Nachmittag machten wir dann einen Mini-Teamausflug und trauerten noch ein wenig dem verlorenen Mannschaftskampf nach.

In Runde 4 ging es dann gegen NRW. Zum dritten Mal in Folge waren wir der nominelle Außenseiter. Der Mannschaftskampf gestaltete sich anfangs recht ausgeglichen. Doch nach gut 3 Stunden, in der Zeitnotphase, entwickelte sich der Kampf negativ für uns. Auch ich verlor meine Partie gegen FM Tristan Niermann in dieser Phase. Ich konnte in einem Katalanen nie ganz ausgleichen und stand zwischenzeitlich ziemlich schlecht. Dann folgte eine Abwicklung, in der ich in einem Turmendspiel mit Minusbauer (theoretisch Remis) war. Doch in der Folge unterlief mir ein grober Fehler, der mir die Partie kostete.

FM Niermann-Knüdel

In dieser Stellung realisierte ich meinen Fehler. Ich konnte die ganze Zeit mit a5 Tb5 Tc4 Ta4 den a gegen den c-Bauern tauschen, doch hier war es zu spät, da nach a5 Tb8+ (das Zwischenschach hatte ich übersehen) Kg7 Kd4 Weiß komplett auf Gewinn steht. Wir lagen somit mit 0,5:3,5 zurück, doch kamen wir unter anderem durch eine Glanzpartie von MF Christian noch einmal auf 3:4 ran.

FM Polster-FM Browning

Hier spielte Christian stark Lxf5!, da gxf5 an Tg1 Kh7 Td7 Sd7 Tg7+ kh8 Txf7 Kg8 Tg7 Kh8 Td7 mit klarer Gewinnstellung. Die Partie ging weiter mit Tfd8 Lxd7 Sxd7 Tf1 f6 Lxf6 Sxf6 Txf6 und Christian verwandelte seinen großen Vorteil in einen vollen Punkt.

Leider endete die letzte bis zum Ende umkämpfte Partie Remis und somit verloren wir zum zweiten Mal hintereinander mit 3,5:4,5.

Zeit zum Ärgern blieb kaum. Am selben Nachmittag mussten wir gegen die zweite Mannschaft von Bayern spielen. Dieser Mannschaftskampf verlief relativ einseitig. In meiner Partie konnte ich gegen Skandinavisch eine Stellung mit Raumvorteil und Läuferpaar erreichen. In extremer Zeitnot meines Gegners konnte ich im Endspiel den König angreifen und schließlich erfolgreich ein Mattnetz aufbauen. Diese Partie verlief insgesamt recht gut und man konnte es in die Kategorie Start-Ziel Sieg packen. Start-Ziel Sieg passte auch zu unserem Mannschaftskampf. Durch sichere Siege ging wir recht früh recht hoch in Führung. Am Ende wurde es “nur” ein 5:3 Erfolg, aber zumindest war es wichtig, dass wir nach den beiden unglücklich verlaufenden Mannschaftskämpfen uns mit einem Sieg in der Tabelle stabilisierten.

Nun hatten wir in Runde 6 die Chance wieder zur erweiterten Spitzengruppe in der Tabelle aufzuschließen. Im Mannschaftskampf gegen Württemberg musste also ein Sieg her. Ich war mit der Eröffnungsphase in meiner Partie zufrieden und fand mich in einem Mittelspiel mit ungleichfarbigen Läufern wieder. Ich behandelte diese Stellung allerdings ziemlich schlecht und dann folgte wieder einmal ein schwerer Fehler. Nach einem sinnlosen Damenzug lief ich in einen simplen Damenfang, der mir die Niederlage einbrachte. Leider war es wie in Runde 4 (und hier stand ich nicht einmal schlechter), dass mir ein grober Fehler die Partie kostete. Viel wichtiger war allerdings das Team-Ergebnis. Und es war wiederum ein vergleichsweise souveräner 5:3 Sieg für uns. Vor allem an den hinteren Brettern (3.5/4) gewannen wir diesen Mannschaftskampf. Am Nachmittag war dann ein Fußballturnier, dass den Spielern vor der letzten Runde die Chance brachte ein wenig vom Schach wegzukommen.

 In der Schlussrunde gegen das stark besetzte Team aus Schleswig-Holstein hatten wir nun die Chance noch auf den dritten Platz vorzurücken, was wenn man alleine auf die Setzrangliste schaut einen großen Erfolg darstellen würde. Als ich nach 2 Stunden mir die Bretter ansah, sah es ziemlich gut für uns aus. An mehreren Brettern hatten wir aussichtsreiche Stellungen und somit war ich recht zuversichtlich. Eine gute Stunde später sah es dann nicht ganz so gut aus und wir lagen mit 3,5:0,5 hinten. So schnell kann es manchmal gehen. Trotzdem hatten wir noch 3 gute Stellungen und somit hatte ich den Mannschaftskampf noch nicht abgeschrieben. Ich selber befand mich in einem 4 gegen 3 Turmendspiel, was natürlich theoretisch Remis war, wo ich aber ewig weiterspielen kann. In der Folge verkürzten wir im Team auf 4:2 und träumten noch von einem 4:4. Als Jeremy dann aus schlechter Stellung mit starkem Kampfgeist noch gewann, wurde die Hoffnung immer größer. Ich gab in meinem Turmendspiel ein Bauern auf und setzte alles auf den e-Bauern.

Arndt-Knüdel

Es folgte Txe2! auf g5? würde Tf3+ Kg4 Te3 die Partie durch die Umwandlung des e-Bauern gewinnen. Am Ende war mein König vom weißen König abgeschnitten und der g-Bauer zu weit vorgerückt, weshalb die Stellung theoretisch Remis ist.So endete meine Partie mit 2 Königen auf dem Brett nur Remis. Es ist schon extrem bitter, wenn man während einer Meisterschaft 3 Mannschaftskämpfe mit 3,5:4,5 verliert.

Am Ende erzielten wir einen guten 6. Platz, wobei mehr drin gewesen wäre. Sieger wurde mit 11 Mannschaftspunkten Berlin, gefolgt von Schleswig Holstein und Sachsen Anhalt mit ebenfalls 11 MP.

l
 Team Niedersachsen  Turniersaal 3. Runde

 Punkte in unserem Team:

Christian Christian Polster HSK Lister Turm 3,5/7
Ich Torben Knüdel Post SV Uelzen 3,5/7
Nico Nico Stelmaszyk SK Lehrte 3/7
Jeremy Jeremy Hommer SC Turm Lüneburg 4,5/7
Madita Madita Mönster SK Wildeshausen 5/7
Sophia Sophia Brunner SK Nordhorn-Blanke 4/7
Tim Tim Sauer Schachzentrum Bemerode 5/7
Andrea Andrea-Alexandrs Roncea SC Papenburg 4/7

Turnierfazit: Mit meiner persönlichen Bilanz 3.5/7 (Elo-Performence 2214) bin ich zufrieden. Meine beiden Gewinnpartien verliefen recht glatt, in meinen Remispartien konnte ich Gewinnchancen kreieren. Ich müsste es aber schaffen leicht bessere Endspiele ab und an in einen vollen Punkt zu verwandeln. Dass ich durch extrem schlechte Züge ganze Partie wegwerfe, ist ärgerlich und sollte eigentlich nicht passieren. Besonders ärgere ich mich über meine Ergebnisse bei den drei 3,5:4,5 Niederlagen (2 Remis, 1 Niederlage). Leider habe ich es nicht geschafft in den Mannschaftskämpfen gegen die ganz starken Teams (da waren meine Gegner logischerweise auch stärker) dem Team ein 4:4 zu sichern.

Mit dem Teamergebnis kann man zufrieden sein. Wir hatten viele starke Einzelergebnisse und extrem viele Brettpunkte aufzuweisen. Dass wir den Titel vom letzten Jahr nicht verteidigen würden, war aufgrund der veränderten Personalsituation natürlich abzusehen (das war auch nicht unser Ziel). Trotzdem bleiben besonders (ich wiederhole mich) die Kämpfe gegen Berlin, Schleswig-Holstein und NRW im Kopf, die ein besseres Ergebnis verhindern. Leider konnten wir die ganz knappen Kämpfe nicht für uns entscheiden, dies war auch ein großer Unterschied im Vergleich zum Sieg 2018.

Ein Dank geht an die Trainer Jens Kahlenberg und FM Fabian Müller, die mit Partievorbereitungen/ Partieanalysen, Organisation im voraus etc. große Arbeit leisteten.

Nächstes Jahr findet in Berlin dann ein 9 Runden DLM-Jubiläumsturnier mit internationaler Beteiligung statt, in dem wir als Niedersachsen neu angreifen können.

 

Souveräner Saisonauftakt

6:2 ohne einzelne Niederlage zum Start

Zum Auftakt der Schach Landesliga Saison konnte die erste Mannschaft des Post SV Uelzen einen souveränen 6:2 Auftaktsieg einfahren. Das Heimspiel gegen den SV Osnabrück begann am 29.09.2019 um 11 Uhr. Es dauerte 2 Stunden bis das junge Uelzener Team (4 Spieler aus dem U 20 Bundesliga Mannschaft) in Führung ging. Torben Knüdel konnte am zweiten Brett mit Hilfe seiner intensiven Heimvorbereitung den Gegner vor Probleme stellen. Kurz darauf profitierte Knüdel von einem groben Fehler des Gegners, den er zum 1-0 ausnutze. In der Folge konnte Fide Meister Bernd Laubsch am Spitzenbrett ein sicheres Schwarzremis erreichen. Laubsch zeigte sich gut vorbereitet und ließ nichts anbrennen. Sergey Bogomolow trennte sich ebenfalls wenig später Remis. In einer ruhigen Partie schaffte es der Uelzener schnell mit den schwarzen Steinen die Partie ausgeglichen zu gestalten. Das 3:1 sicherte Jacob von Estorff, der eine positionell stark vorgetragene Partie mit einem schönen Angriff gegen den weißen König verwertete. Der vom Stader SV gekommene Neuzugang Justus Bargsten brachte dann das 4:1 ein. Der Neuzugang brillierte mit starkem Stellungsverständnis sowie konkreter Variantenberechnung und konnte sich mit einem Sieg zum Debüt belohnen. Auf 5:1 und damit zum sicheren Mannschaftssieg stellte Mannschaftsführer Ingo Schulze. Er spielte ein hervorragendes Bauernopfer und nutze schließlich seine Initiative gegen den gegnerischen König aus. Imamali Askerov remisierte gegen einen nominell leicht besseren Gegner in einer ausgekämpften Partie zum 5.5-1.5. Den Schlusspunkt setzte Hendrik Mittelstädt. Er brachte den Gegner vor enorme Probleme, dieser fand allerdings noch eine nette Kombination, um das Remis zu sichern. Damit war der Auftakt ohne Niederlage (4 Siege, 4 Remis) und einem ungefährdeten 6:2 Erfolg mehr als gelungen. Weiter geht es am 27.10. im Auswärtsspiel gegen Werder Bremen 4.
(Bericht Torben Knüdel)

Foto (Privat)
Neuzugang Justus Bargsten
landete direkt einen Sieg.

 




Jugendbundesliga Uelzen - TuRa Harksheide

Knappe Niederlage zum Bundesligaauftakt

Neuzugänge überzeugen beim Saisonstart

Am 22.09.2019 begann für den Post SV Uelzen die dritte Saison in Folge in der Schachjugendbundesliga. Die Uelzener konnten ihre personellen Verluste (Nina Rothenberg: Auslandsjahr und Jan Niklas Untiedt: altersbedingt nicht mehr für die U20 Mannschaft berechtigt) schon vor Saisonbeginn mit starken Neuzugängen kompensieren. Zum einen holten die Uelzener mit dem 18 jährigen Justus Bargsten den amtierenden Bezirksmeister, desweiteren wechselte auch der 10 jährige Deutsche Juniorenmeister Finn Helms zum Post SV. Zum Auftakt erwartete die Postler mit TuRa Harksheide eine stark besetzte Mannschaft, die mit Top Besetzung antraten. Der Mannschaftskampf verlief wie erwartet extrem spannend und ausgeglichen. Nach knapp 3 Stunden Spielzeit war dann das erste Ergebnis offiziell. An Brett vier konnte Imamali Askerov eine starke Partie mit präziser Endspieltechnik zum 1:0 verwerten. In der Folge leistete sich Jannik Rothenberg am fünften Brett einen Fehler in Zeitnot. Nach zuvor guter Partieanlage wurde dies von seinem Gegner direkt ausgenutzt und es stand 1:1. Dann verlor Torben Knüdel am Spitzenbrett gegen den international erfahrenen Daniel Kopylov. Knüdel kam in seiner Schwarzpartie gut aus der Eröffnung und konnte die Partie lange ausgeglichen gestalten. Doch auch ihm unterlief ein taktischer Fehler, der zum 1:2 ausgenutzt wurde. Justus Bargsten trennte sich dann am dritten Brett Remis. In einer strategisch gut geführten Partie kam er mit einem Mehrbauern ins Endspiel. Diesen Vorteil konnte er dann zwar nicht zum vollen Punkt verwerten, trotzdem deutete er seine Klasse schon im ersten Spiel an. Am sechsten Brett konnte der andere Neuzugang Finn Helms seine Partie siegreich gestalten. Der Deutsche Meister der Altersklasse U10 zeigte starke taktische Berechnungen und belohnte sich mit dem vollen Punkt. Leider verlor Jacob von Estorff an Brett 2 ein schwierig zu verteidigendes Turmendspiel, was zur 3.5-2.5 Niederlage der Uelzener führte.

Mannschaftsführer Torben Knüdel ärgerte sich nach dem verlorenen Mannschaftskampf: ”Wir wussten, dass es ein enger Kampf wird, hatten uns aber natürlich mehr erhofft.” Am 10.11.2019 müssen die Uelzener dann zu Hause gegen den Hagener SV ran.

Bericht: Torben Knüdel

 
Neuzugang Finn Helms (links) fuhr direkt einen Sieg ein.  

Foto: Marek Helms

Landesblitzmannschaftsmeisterschaft 2019

Sensation verpasst

Platz 5 bei der Landesblitzmannschaftsmeisterschaft                                                                                    

Am Sonntag, den 15.09.2019 traten wir (Jacob, Jannik, Bernd und ich) bei der Landesblitzmannschaftsmeisterschaft (LBMM) in Oldenburg statt. Zuvor hatten wir uns als souveräner Bezirksmeister mit dem fast selben Team (da hatte noch Uwe für Bernd gespielt) qualifiziert. Das stark besetzte Turnier wurde mit 16 Mannschaften ausgetragen und es wurde immer in einer Doppelrunde (Hin-und Rückrunde) gespielt. Jedes Brett 1 und 2 spielte jeweils einmal gegen das gegnerische Brett 1 und 2, selbiges an den beiden hinteren Brettern (auch oberes und unteres Paarkreuz genannt). Die Partien fanden hintereinander statt und das Ergebnis wurde zusammengezählt (Bsp: nicht 2:2 und 3:1 sondern 5:3. Wir stellten mit Bernd und mir am oberen Paarkreuz auf. Der Zeitmodus war 3+2, das bedeutet 3 Minuten und 2 Sekunden Aufschlag pro Zug (ich bevorzuge den Zeitmodus 5+0). Die ersten 3 Teams qualifizieren sich für die Norddeutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft (NBMM). Wir sahen uns allerdings vor Turnierbeginn im Mittelfeld /oberen Mittelfeld und gehörten nicht zu den Favoriten. Dann ging es um 11 Uhr nach gut 2,5 Stunden Anreise auch schon los. Wir starteten gegen nominell etwas schwächer eingestufte Gegner (Göttingen, Oldenburg 2. sowie die weiteren Bezirksvertreter Stade und Tostedt) mit 4 relativ sicheren Auftaktsiegen.

Dann bekamen wir in Runde 5 mit Bad Zwischenahn einen spannenden Mannschaftskampf. In interessanten Partien und mit ein wenig Matchglück schafften wir ein 4.5-3.5 Sieg, der dazu führte, dass wir vor der Mittagspause gegen den Turnierfavoriten SK Nordhorn Blanke ein Topspiel hatten. Nach der Hinrunde stand es gegen das Team aus Nordhorn 2-2, in der Rückrunde konnten wir dann das Ergebnis auf 5:3 ausbauen und haben damit die bis dato größte Überraschung im Turnier gelandet. Leider taten wir uns nach der Mittagspause schwer und leisteten uns einen Negativ-Lauf, der alle Qualichancen begraben sollte. Es begann mit einem extrem unglücklichen 3.5-4.5 gegen Ligakonkurrent SG Osnabrück. Es folgte unser schlechtester Mannschaftskampf bei 2.5 –5.5 gegen Hameln 2. Danach waren unsere Gegner die Oberligisten Hameln 1 sowie Oldenburg. Dies waren direkte Konkurrenten und so besonders wichtige Spiele, aber es hat nicht sollen sein. Mit 3-5 und 3.5-4.5 verloren wir auch diese knappen Begegnungen. Das wir unsere Niederlagenserie ausgerechnet gegen den späteren Landesmeister HSK Lister Turm beendeten, scheint ein wenig verwunderlich. Der 5:3 Erfolg für uns war im gesamten Turier nur eine von 2 Niederlagen des HSK. Im Anschluss verloren wir 3.5-4.5 gegen Lehrte. Wir gewannen in der Folge gegen ein gut besetztes Team vom SF Hannover und konnten gegen nominell schwächeren Gegner aus Braunschweig und Gifhorn zum Abschluss deutliche Siege einfahren.

Einzelergebnisse:

Torben 22/30

Bernd 18.5/30

Jacob 20/30

Jannik 11.5/30

Insgesamt können wir mit dem Ergebnis denke ich zufrieden sein. Wir haben gezeigt, dass wir gegen gute Mannschaften bestehen können und haben sogar die beiden besten Teams SK Nordhorn Blanke und HSK Lister Turm bezwungen. Leider haben wir neben knappen glücklichen Siegen auch unglückliche Niederlagen nach der Mittagspause eingefahren. Ein wenig dürfen wir der verpassten Chance sowie der guten Ausgangslage nach Runde 6 nachtrauern, danach sollten wir das positive ziehen und nach vorne blicken.

(Bericht Torben Knüdel)

 

 

Sommerblitz Turnier 3

Rangliste: Stand nach der 7. Runde im 2. Durchgang 
Nr.Teilnehmer12345678PunkteSoBerg
1. Knüdel,Torben ** 11 11 11 11 11 11 11 14.0 84.00
2. Schernetzki,Bernd 00 ** 01 11 10 11 11 11 10.0 48.00
3. Meyer,Uwe 00 10 ** ½0 11 11 11 9.0 41.25
4. Landris,Manfred 00 00 ½1 ** 01 10 11 11 7.5 32.50
5. Graffenberger,Martin 00 01 10 ** 01 ½1 11 7.0 32.25
6. Feldmann,Hans-Joachim 00 00 00 01 10 ** 01 11 5.0 18.00
7. Hein,Gerd 00 00 00 00 ½0 10 ** 11 3.5 8.50
8. Schläger,Michael 00 00 00 00 00 00 00 ** 0.0 0.00

 

Gesmtpunkte nach 3 Turnieren
TlnNrTeilnehmerSo 1So 2So 3Gesamt
1. Knüdel,Torben 25 25 25 75
2. Schernetzki, Bernd 21 23 23 67
3. Meyer, Uwe 17 19 21 57
4. Graffenberger, Martin 19 15 17 51
5. Hein, Gerd 13 21 15 49
6. Landris, Manfred 9 17 19 45
7. Schläger, Michael 3 13 11 27
8. Gomolla,Peter 23     23
9. Feldmann, Hans-Joachim 7   13 20
10. Kruse,Hannes 15     15
11. Wilmink,Luca 11     11
12. Schulze,Max Peter 5     5
13. Sander,Raphael 1     1