Ingo Schulze neuer Vereinsmeister 2018

Bevor die Siegerehrung mit Pokalen und Preisen über die Bühne ging, hatte Spartenleiter Michael Schläger für die Anwesenden ein kleines Schachquiz vorbereitet. So musste die Bescherung noch etwas warten, denn zuvor wollte jeder wissen, wer denn am meisten gewusst und am besten gemutmaßt hatte. Nachdem es mit Ingo Schulze und Hartwig Heitmann gleich zwei Sieger gab, entschied eine Schätzfrage das Ganze. Dabei wusste Heitmann genauer als Schulze, wie viele Partien bei der Vereinsmeisterschaft insgesamt gespielt wurden und entschied somit die Ouvertüre für sich.

Die 53 ausgetragenen Kämpfe der 16 Teilnehmer brachten zwar einige überraschende Ergebnisse, Sensationen aber blieben aus. "Die deutlich gestuften Punktdifferenzen geben den sehr spannenden Turnierverlauf nicht so recht wieder, denn es gab zur letzten Runde Partien, in denen es um die Spitzenplätze ging", brachte Turnierleiter Günter Ebel den Spannungsbogen der sieben Runden treffend auf den Punkt.

Sieger mit sechs Punkten wurde schließlich Ingo Schulze. Der vielfache Vereinsmeister hatte einen halben Punkt Vorsprung vor Bernd Schernetzki, der damit zugleich Seniorenmeister wurde. Dritter mit einem weiteren halben Punkt zurück wurde Vorjahresmeister Torsten Rosseburg. Er büßte seine Titelchancen in der sechsten Runde ein, als er sich überraschend dem viertplatzierten Christian Müller geschlagen geben musste, der in seinem ersten Turnier stark auftrumpfte und eine erstaunliche Ratingzahl von fast 1700 erzielte.. Erwähnenswert auch der fünfte Platz von Altmeister Gerhard Schwanke, der mit seinen 85 Jahren immer noch zu den gefährlichsten Schächern zählt.

Hier noch die Rating-Wertungen:

DWZ unter 1700 Torsten Krützfeld vor Gerhard Schwanke

DWZ unter 1500 Horst Zaiser vor Michael Schläger

DWZ unter 1300 Christian Müller vor Markus Hofmeister

Ingo Schulze und Michael Schläger

T. Rosseburg, I. Schulze, B. Schernetzki
und M .Schläger

   
VM Blitz 2018
I. Schulze gegen U. Meyer
 

Im Anschluss an die Siegerehrung fanden sich (nur) acht Teilnehmer zur Blitzmeisterschaft zusammen. Mit maximaler Punktzahl setzte sich hier wiederum Ingo Schulze vor Uwe Meyer und Bernd Schernetzki durch, die beide fünf Zähler aufwiesen.

(Bericht Gerd Hein)

 

Deutsche Schach - Jugend-Vereinsmeisterschaft U 16 in Aurich

Post SV Uelzen hofft auf gute Platzierung

Das Post SV Schach Jugendteam der U 16 darf auch dieses Jahr wieder zu den Deutschen Vereins Mannschaftsmeisterschaften (DVMM) fahren.

Am 4.12. fiel die Entscheidung über den einzigen Freiplatz (Teilnahmegenehmigung für ein Team, welches bei der Qualifikation noch gescheitert war) auf die Uelzener.

Die Postler hatten sich bei den Wettkämpfen auf Norddeutscher Ebene mit Rang 5 (1-4 hatten sich qualifiziert) nur aufgrund der schwächeren Feinwertung knapp nicht qualifiziert, dieses war zusammen mit dem hohen DWZ (Deutsche Wertungszahl) – Durchschnitt des Teams 1957 – jetzt der Grund für das Erhalten des Freiplatzes. Askerov merkt an: ”Nachdem wir bei den Norddeutschen Pech hatten, haben wir jetzt dafür auch mal wieder Glück”.

Die Meisterschaft wird vom 27.12.-30.12.18 in Aurich (Ostfriesland) ausgetragen. Das Uelzener Quartett wird aus Torben Knüdel, Jacob von Estorff, Imamali Askerov und Nina Rothenberg bestehen, zudem wird als Trainer der erfahrene Fidemeister Bernd Laubsch das junge Team unterstützen.

Für Knüdel, von Estorff und Askerov wird es die bereits 5. DVMM Teilnahme sein. Bei ihren ersten 4 DVMM hatten sich die Uelzener mit einmal acht und dreimal 7 Mannschaftspunkte meist einen Platz im Mittelfeld bzw. teils im vorderen Mittelfeld erspielt. Dieses Jahr werden die Uelzener voraussichtlich an Position 8 von 20 Teilnehmern gesetzt sein. “Das Turnier ist wieder extrem ausgeglichen besetzt, es wird sicherlich viele spannende Mannschaftskämpfe geben”, vermutet Torben Knüdel.

Das Turnier besteht aus 7 Runden, was innerhalb von 4 Tagen auch eine Herausforderung darstellt, da zwei Runden pro Tag auf Dauer anstrengend werden können.

“Wir freuen uns auf diese Herausforderungen und wollen ein möglichst gutes Gesamtergebnis einfahren”, sagt Knüdel mit Vorfreude auf das Turnier.

Nina Rothenberg, Jacob von Estorff,
Imamali Askerov, Torben Knüdel
Nina Rothenberg Brett 4 des Teams
Gruppenfoto (NSJ) von den
Niedersachsenmeisterschaften 2018
 Einzelfoto: DSJ

 Bericht Torben Knüdel

Teilnehmer

Nr.

Verein

Ø DWZ

Land

 1.

Hamburger SK

2214

HAM

 2.

SG Porz

2083

NRW

 3.

SG Bochum

2052

NRW

 4.

SF Brackel

2031

NRW

 5.

SK Lehrte

1978

NDS

 6.

SG Leipzig

1978

SAC

 7.

Reideburger SV 90 Halle

1975

S-A

 8.

Post SV Uelzen

1957

NDS

 9.

TuRa Harksheide Norderstedt

1948

SHO

 10.

Biebertaler SF

1944

HES

 11.

TV Tegernsee

1887

BAY

 12.

SG Blau-Weiß Stadtilm

1881

THÜ

 13.

SF Neuberg

1878

HES

 14.

SG Königskinder Hohentübingen

1837

WÜR

 15.

SV Hemer

1825

NRW

 16.

Spvgg 1946 Stetten

1771

BAY

 17.

SK Bebenhausen

1766

WÜR

 18.

SG Turm Leipzig

1739

SAC

 19.

SC Aurich

1707

NDS

 20.

SK Gernsbach

1447

BAD

 

 

Jugendbundesliga Nord

PSV Uelzen mit wichtigem 4:2 Auswärtssieg beim Flensburger SK

In der Jugendbundesliga Nord konnte der Post SV Uelzen am 3. Spieltag einen wichtigen 4:2 Erfolg landen und sich damit auf Tabellenplatz 4 verbessern.

Als erstes war die Partie von Nina Rothenberg beendet, sie konnte den Vorteil eines Mehrbauerns nicht nutzen und musste sich im Endspiel folgerichtig mit einem Remis begnügen.

Einige Zeit später folgten fast zeitgleich Siege von Jannik Rothenberg und von Jacob von Estorff.
Jannik kam mit schwarz gut aus der Eröffnung und konnte in einem Angriff entscheidendes Material gewinnen, was er dann mit starker Abwicklung zum Sieg in einem Turmendspiel ummünzte.
Jacob überspielte sein Gegner nach guter Eröffnung und erreichte schnell positionelle Vorteile. Nach einem abgelehnten Remisangebot schlug er taktisch zu, gewann einen Bauern und machte zudem noch den gegnerische König unsicher. Am Ende verwertete er seinen großen Vorteil überzeugend. Damit bleibt Jacob von Estorff mit 2.5/3 der Topscorer des Teams.

Im Anschluss wurde es doch noch einmal spannend, da Torben Knüdel am Spitzenbrett verlor. Er hatte in einer recht ruhigen Eröffnung nicht immer den besten Plan gefunden und zum Schluss wurde ihm seine strukturellen Schwächen der Stellung zum Verhängnis. Sein Gegner nutzte diese durch präzises Spiel aus und es stand nur noch 2.5-1.5 aus Sicht der Uelzener.
Doch dann konnte Jan Niklas Untiedt mit einem wichtigem Sieg aus kompliziertem Turmendspiel heraus gewinnen, seine Stellung sah zuvor lange Zeit nach einem Remis aus.
Somit wurde Imamali Askerov am zweiten Brett etwas der Druck in seinem schwer zu verteidigenden Endspiel genommen. Er wurde in der Eröffnung früh überrascht und kam ins Hintertreffen.
Doch durch exzellente Verteidigung konnte er noch ein Remis zum 4:2 Endstand sichern.
Mannschaftsführer Torben Knüdel: "Das war ein sehr wichtiger Mannschaftssieg, bei etwas schlechterem Verlauf kann das hier auch ganz anders ausgehen".

   
 Jan Niclas Untiedet Jannik Rothenberg dahinter Jacob von Estorff  
Bericht Torben Knüdel Fotos Ingo Schulze

 

 

     

Pokal Mannschaftsmeisterschaft 2018 / 2019 1.Runde

Uelzener mit ungefährdetem Pokalerfolg

Am Sonntag traf der Post SV Uelzen im NSV Pokal Sechszehntelfinale auf die SG ELM/Lappwald (Helmstedt). Mit einem 3,5-0,5 zogen die Uelzener ungefährdet in die nächsten Runde ein. Die Postler traten mit dem erfahrenen Fidemeister Bernd Laubsch (Brett 1) und den drei Nachwuchsspielern Torben Knüdel (Brett 2), Jacob von Estorff (Brett 3) und Imamali Askerov (Brett 4) zum Auswärtsspiel an. Die Partien an den beiden vorderen Bretten nahmen schnell einen positiven Verlauf und auch die anderen Stellung sahen akzeptabel aus. Den ersten Punkt für das favorisierte Uelzener Quartett sicherte Spitzenspieler Bernd Laubsch, da er gute Variantenberechnung betrieb und die zu optimistischen Opfer seines Gegners folgerichtig annahm und später durch eine Gabel seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Torben Knüdel folgte einige Zeit später mit dem 2-0 ,was wegen der Berliner Wertung schon die nächste Runde sicherte (Berliner Wertung bedeutet, dass beim Endstand 2-2 das Ergebnis an den höheren Brettern zählt). Er hatte mit Schwarz überhaupt kein Probleme in der Eröffnung und fand im Mittelspiel dann den richtigen Plan. Begünstigt wurde seine Partie durch einen schwerwiegenden Fehler des Gegners, den er taktisch ausnutzte. Imamali Askerov konnte seine sehr komplexe Partie schließlich durch ein Matt zum vollen Punkt verwerten, es war eine von beiden Spielern sehr taktisch angelegte “Sizilianische Partie”, wo beide Seiten zu verschiedenen Punkten des Spiels einen Vorteil für sich reklamieren konnten. Da die Gegner die Brettreihenfolge tauschten, hatte Jacob von Estorff wohl den vermeintlich stärksten Gegner in seiner Schwarzpartie. In seiner ruhigen aber strategisch interessanten Partie kam er letztlich nach vielen Bemühungen nicht über ein Remis heraus, welches trotz allem kein schlechtes Ergebnis war.
Mannschaftsführer Laubsch merkte nach der Partie an: “Die Partien neigten sich früh zu unseren Gunsten und somit konnten wir einen klaren Sieg einfahren”.
Knüdel sagte zum sicheren Mannschaftssieg:”Es ist nicht immer leicht seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, daher können wir mit dem Ausgang des Mannschaftskampfes zufrieden sein”.

Weiter geht es dann am 13.01. im nächsten Jahr, der Gegner im Achtelfinale steht noch nicht fest.

(Bericht T. Knüdel)

 

 

 

Jugendbundesliga Post SV Uelzen - Lübecker SV 04.11.2018

Post SV verpasst knapp Überraschung

2:4 Niederlage gegen amtierenden Meister Lübecker SV

Am 2. Spieltag der Jugendbundesliga Nord traf der Post SV Uelzen auf den amtierenden Meister Lübecker SV.
Leider verlor der als Ersatz eingesprungen Justus Untiedt aufgrund einer Fesselung und seiner schlechten Figurenkoordination einen glatten Turm und dadurch später auch die Partie
Sein Bruder Jan Niklas Untiedt musste sich als zweiter Uelzener geschlagen geben, da er aus einer vielversprechenden Stellung heraus unglücklicherweise in ein trickreiches Matt gelaufen war.
Kurz darauf folgte ein Mutmacher für den Post SV, Imamali Askerov führte seine Partie gegen einen leicht besser bewerteten Gegner souverän und vollendete in gegnerischer Zeitnot taktisch zum 1:2.
Jannik Rothenberg kam aus einem sehr scharfen Königsinder in eine spannende Stellung mit beidseitigen Chancen, doch endschied ein Rechenfehler seinerseits in akuter Zeitnot die Partie zuungunsten des Uelzeners zum 1:3 Zwischenstand.
Da sich kurz darauf auch Torben Knüdel am Spitzenbrett geschlagen geben muss, nachdem er durch Ungenauigkeiten im Mittelspiel in ein verlorenes Endspiel kam, brachte der schöne, aber am Ende leider doch für das Teamergebnis wertlose Schwarzsieg von Jacob von Estorff zum 2:4 Endstand nur Ergebniskosmetik ein. Nach diesem Sieg ist von Estorff nun Topscorer des Teams.
Mannschaftsführer Knüdel ärgerte sich nach dem Wettkampf: “Das war ein Mannschaftskampf, den wir nicht zwangsläufig hätten verlieren müssen, mit etwas Spielglück wäre ein 3-3 sicherlich möglich gewesen”.
Askerov fügte an: “Wir haben zwar relativ solide Partien gespielt, aber trotzdem kommt es beim Schach auf das Ergebnis an”.

Auf ein besseres Ergebnis hat der Post SV seine Chance am 02.12. in Flensburg, wo sie als Favorit in den Mannschaftskampf gehen.

Impressionen vom Wettkampf (Bericht und Fotos Harald KnüdeL)