Schwäche in wichtigen Kämpfen setzt sich fort

Vermeidbare 2:4 Niederlage gegen den Lübecker SV

Am letzten Sonntag (06.09.)  spielten wir am 7. Spieltag der nun fortgesetzten Saison 19/20 gegen den Lübecker SV. Die verschiedenen Hygienemaßnahmen (Abstand halten, kein Handshake, Maske außerhalb vom Brett, etc.) wurden dabei von allen Beteiligten eingehalten.

Rangliste: Stand nach der 6. Runde 
RangMannschaft12345678910Man.Pkt.Brt.P
1. Post SV Uelzen **       6 6 5 10 - 2 27.5
2. Hamburger SK   **   3 3 4   4 6 4 10 - 2 24.0
3. TuRa Harksheide   **     3 9 - 3 24.5
4. Lübecker SV   3 ** 3 3   6   9 - 3 24.0
5. Johanneum Eppendorf   3   ½ **   4 7 - 5 16.0
6. SK Lehrte 0 2   3 ** 3 6     6 - 6 18.5
7. SK Doppelbauer Kiel   ½ 3 3 **     4 - 8 15.0
8. SC Aurich 0 2   0   **   2 - 10 9.5
9. Hagener SV 0 3 0       **   1 - 9 7.0
10. Delmenhorster SK 1 2 ½   2       ** 0 - 10 8.0

 (Tabelle nach dem 6.Spieltag)

Nach dem sehr überraschenden 3-3 zwischen Johanneum Eppendorf und dem HSK waren wir weiterhin Tabellenführer, wenngleich es in der Spitze alles sehr eng ist.
Wir traten mit unserer bestmöglichen Besetzung an, während das bei Lübeck nicht der Fall war. Die Paarungen waren:

Post SV Uelzen   Lübecker SV  
Knüdel, Torben   Kololli, Martin (FM)  
von Estorff, Jacob   Bosselmann, Tom  
Bargsten, Justus   Rietschel, Tilo  
Askerov, Imamali   Glinzner, Alva  
Rothenberg, Jannik   Tiedemann, Fin Niklas  
Helms, Finn   Bornhold, Joa Max  

Nominell waren die Bretter 5-6 recht ausgeglichen, an 2-4 hatten wir die leichte Favoritenrolle. Nur an meinem Brett gingen wir als nomineller Außenseiter in die Partie.

 Der Mannschaftskampf begann vielversprechend für uns. Nach knapp einer Stunde Spielzeit gewann Ali seine Partien durch ein nettes Mattmotiv. Diese schnelle Führung war natürlich der optimale Start in den Mannschaftskampf. In der Folge war ich ziemlich optimistisch, was neben der Führung auch mit den weiteren Stellungen zusammenhing. Zumindest machte ich mir bei keinem Brett ernsthafte Sorgen, dass wir schlechter stehen sollten. Doch dann verliefen eigentlich alle Bretter schlecht für uns. Besonders bei Justus fiel eine „normale“ Stellung, innerhalb von ein paar Zügen in sich zusammen.

 

Hier zeigte Justus Gegner starkes Stellungsverständnis und spielte Se7+ Kf8 Sd5. Es kam der Abtausch Sxd5 exd5 auf d5 und nach dem entscheidenden Fehler Sg6?? musste Justus nach Sg5! (die Königsstellung bricht zusammen) f5 Dh5 Sh8 Dh7 auf 1:1. In der Folge endete Janniks sehr spannende Partie durch Dauerschach. In einer Stellung mit schwachen Königen hatten beide Seiten die Chance in Vorteil zu kommen. Hier ein Beispiel dafür:

 

Tb2! wäre der Weg zum Vorteil, nach zum Beispiel Te7 sind die weißen Figuren aktiver und zudem hat weiß weiterhin den Mehrbauern auf a5. Nach Sd6+? Endete die Partie allerdings wenige Züge später im Remis.In meiner Partie hatte ich eine extrem scharfe Eröffnungsphase, was dazu führte, dass die Stellung sehr dynamisch ist und viel Zeit verbraucht wurde. Im 20. Zug musste ich eine sehr schwierige Entscheidung treffen:

 

Ich kann mit Dd6 die Damen auf dem Brett lassen, mit Db3 ins Endspiel gehen oder das Remisangebot meines Gegner annehmen. Grundsätzlich wäre die letzte Option ja durchaus positiv, aber da beim Stand von 1-1 neben Janniks dynamischer Stellung noch 2 schlechte Stellungen bei Jacob und Finn waren, musste ich in meiner Partie auf Gewinn spielen. Leider wählte ich dafür die falsche Option und ging mit Db3 in das ausgeglichene Endspiel. Der Computer zeigt nach Dd6! Vorteil an, ich hatte die Stellung aber falsch eingeschätzt und dachte mein König sei zu schwach. Ich versuchte das Endspiel zu gewinnen übersah aber mehrere wichtige Züge und wurde ziemlich klar überspielt, sodass ich die Partie verlor 1.5:2.5.
Finn hatte im Mittelspiel viele zweifelhafte Entscheidungen getroffen und kam so in ein verlorenes Schwerfigurenendspiel. Durch  einen taktischen Trick konnte er in ein schlechtes Damenendspiel ableiten, was zumindest ein Fortschritt war.
Die Frage, ob dass Endspiel verloren war oder nicht stellte sich nicht, da sein Gegner Mannschaftsdienlich Remis bot 2:3.
Nun kämpfte nur noch Jacob um das Remis. Nachdem ihm im Mittelspiel seine schwächen am Damenflügel Probleme bereiteten, wickelte sein Gegner taktisch in ein für ihn gutes Endspiel ab. Die Endstellung war (insbesondere mit 30 Sekunden pro Zug) am Brett m.M.n. schon fast unmöglich zu halten, verloren wurde die Partie letztlich aber durch Zeitüberschreitung 2:4.

Post SV Uelzen     Lübecker SV
1 Knüdel, Torben (2172) 0 - 1 (2286) (FM) Kolloli, Martin 2
2 von Estorff, Jacob (2114) 0 - 1 (2047) Bosselmann, Tom Linus 5
3 Bargsten, Justus (2058) 0 - 1 (2022) Tietschel, Tilo 6
5 Askerov, Imamali (1983) 1 - 0 (1904) Glinzner, Alva 7
6 Rothenberg, Jannik (1946) ½ - ½ (1956) Tiedemann, Fin Niklas 8
7 Helms, Finn (1933) ½ - ½ (1955) Bornholdt, Joa Max 9

Wir verlieren den Mannschaftskampf also mit 2:4. Eine absolut vermeidbare Niederlage, mit der sich leider auch eine schwache Uelzener Serie in den entscheidenden Kämpfen fortsetzt. Für die Tabelle bedeutet das nun folgendes:

Rangliste: Stand nach der 7. Runde 
RangMannschaft12345678910Man.Pkt.Brt.P
1. Hamburger SK **   3   4 3 4 4 6 12 - 2 27.5
2. TuRa Harksheide   **   3 11 - 3 30.0
3. Lübecker SV 3 ** 4 3 3     6 11 - 3 28.0
4. Post SV Uelzen   2 ** 6   5 6 10 - 4 29.5
5. SK Lehrte 2   3 0 ** 3   6 8 - 6 22.0
6. Johanneum Eppendorf 3 ½ ½   ** 4   7 - 7 16.5
7. SK Doppelbauer Kiel ½ 3 3 **     4 - 10 17.5
8. Delmenhorster SK 2 ½   1   2 ** 6   2 - 10 14.0
9. SC Aurich 2   0 0   0 ** 2 - 12 9.5
10. Hagener SV 0 3 0       ** 1 - 11 9.5

Wir fallen auf Platz 4 zurück und haben keine Chance mehr die Lübecker einzuholen, da die mit 2 kampflosen Siegen (sie wären auch sportlich der klare Favorit in den Kämpfen) die Saison beenden werden. Wir brauchen nun also noch 2 Siege gegen Eppendorf und gegen den Staffelfavoriten HSK, um eine Chance auf das Saisonziel Platz 2 und damit die Qualifikation für die DVMM U20 zu haben.

Die zentrale Endrunde findet in Uelzen am 19.09. und 20.09. statt. Es wird wahrscheinlich 2 oder 3 Mannschaftskämpfe pro Tag geben (leider haben wir noch nicht von allen Teams verbindliche Rückmeldungen) und unter einem Hygienekonzept gespielt. Die Partien werden live übertragen und von den Fidemeistern Christian Polster, Tobias Vöge und Hannes Ewert kommentiert. Weitere Informationen, Vorberichte und auch einen Link zur Liveübertragung/Kommentierung wird es auf der Homepage in den nächsten Tagen geben. Wir wollen uns bei der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung für die finanzielle Unterstützung von der Endrunde bedanken.

Post SV Uelzen ist Bundesliga-Tabellenführer

Schach U20 Team gewinnt in Kiel

Ersatzgeschwächt trat das Jugendbundesligateam des Post SV Uelzen die Auswärtsreise nach Kiel an. Beim Duell gegen den SK Doppelbauer Kiel mussten die Uelzener auf Finn Helms (5 Spiele/ 5 Siege in dieser Saison) verzichten, daher kam Ersatzspieler Max Peter Schulze zu seinem 3. Jugendbundesligaspiel.

Der sympathische Gastgeber SK Doppelbauer Kiel hatte die Begegnung live im Internet übertragen. Den Auftakt machte Jannik Rothenberg. Nach ausgeglichenem Partieverlauf trennte er sich leistungsgerecht Remis, noch war nicht zu erahnen, wie wichtig dieser halbe Punkt sein sollte. Justus Bargsten gelang ein voller Punkt und er brachte die Uelzener somit in Führung. Er nutzte Schwachpunkte der gegnerischen Stellung konsequent aus. Jacob von Estorff erhöhte die Führung mit einem Schwarzsieg zum 2.5-0.5. In einer scharfen Partie behielt er die taktische Übersicht. Der formstarke Imamali Askerov sicherte mit seinem Erfolg den Mannschaftssieg. Eine gute Partieanlage und ein taktisches Finish brachten den vollen Punkt. Mit 6 Siegen aus 6 Spielen ist Askerov nun alleiniger Topscorer der Liga. Ersatzspieler Max Peter Schulze spielte eine extrem starke Partie und erreichte sogar eine Gewinnstellung. Eine Unaufmerksamkeit nach 4 Stunden Spielzeit sorgte dafür, dass er gegen den nominell klar favorisierten Gegner verlor. Zum Schluss verlor Torben Knüdel am Spitzenbrett. Nach guter Eröffnungsphase und kompliziertem Mittelspiel wurde ein ausgeglichenes Endspiel erreicht, in dem Knüdel sich zu viele Ungenauigkeiten leistete und so die Partie verlor. Durch den 3.5:2.5 Erfolg sind die Uelzener sogar vorrübergehend Tabellenführer. “Ein spannender Mannschaftskampf und ein sehr wichtiger Teamerfolg” beschreibt Mannschaftsführer Torben Knüdel den Mannschaftskampf. Weiter geht es am 26.04. im Spitzenspiel gegen den Lübecker SV, danach endet die Saison mit einem vom Post SV Uelzen ausgerichteten Doppelendspieltag (“zentrale Endrunde”) am 13.06. und 14.06. in Uelzen.

 

Landesliga Nord

Post SV Uelzen - Hagener SV
PSV hält Anschluss an der Tabellenspitze

Schach Landesligateam gewinnt mit 6.5:1.5 gegen Hagener SV

Am Sonntag, den 01.03. gewann das Landesligateam des Post SV Uelzen souverän mit 6.5 :1.5 gegen den Hagener SV. Die in Bestbesetzung angetretenen Uelzener trafen auf eine geschwächte Hagener Mannschaft. Durch einen kampflosen Sieg durch Torben Knüdel führten die Postler zudem mit 1-0. Imamali Askerov stellte auf 2-0, nachdem er eine schöne taktische Kombination gespielt hatte. Mannschaftsführer Ingo Schulze erhöhte in einer scharfen Partie auf 3:0 und bleibt Topscorer des Teams. Es folgten souveräne Siege in positionellen Partien von Spitzenspieler FM Bernd Laubsch und Sergej Bogomolow zum 5-0 Zwischenstand und damit sicheren Mannschaftssieg. Kurz darauf verlor Hendrik Mittelstädt eine interessante Partie im Endspiel. Justus Bargsten trennte sich Remis, nachdem er eine etwas schwächere Stellung präzise verteidigte. Den Schlusspunkt setzte Jacob von Estorff, der nach gut 5 Stunden Spielzeit den 6.5-1.5 Endstand durch den Sieg im Läuferendspiel sicherstellte. Im Fernduell gewann der Aufstiegskonkurrent SV Werder Bremen 3 mit 7.5-0.5 beim Tabellenschlusslicht Hellern 2. Die Postler stehen nun mit 1.5 Brettpunkten Rückstand auf Platz 2 und sind in der Verfolgerrolle. Weiter geht es am 15.03. auswärts gegen SK Bremen Nord.

 

Foto (Privat): Sergej Bogomolow ( hinten, grauer Pullover) konnte einen sicheren Sieg landen

Jugendbundesliga Lehrte - Uelzen
23.02.2020

Post SV Uelzen erneut mit einem Kantersieg

Schach U20 Team gewinnt auch gegen den SK Lehrte mit 6:0

Am Sonntag, den 23.02.2020, gewann die Schach-Jugendbundesligamannschaft des Post SV Uelzen überraschend deutlich mit 6:0 in Lehrte. Der Mannschaftskampf konnte Dank der Livebretter des SK Lehrte im Internet verfolgt werden.

Die in Bestbesetzung angetretenen Uelzener hatten einen ausgeglichenen Mannschaftskampf erwartet, doch irgendwie hat an diesem Tag alles gepasst für die Postler.

Die Führung für den Post SV markierte Finn Helms. In einer überzeugenden Schwarzpartie gewann er durch einen taktischen Gewinn einen Springer und damit die Partie. In der Liga ist Helms einer von 2 Spielern mit 5 Siegen aus 5 Partien. Justus Bargsten konnte dann gegen den U16 Vize-Landesmeister Phillip Reimer auf 2:0 stellen. In komplizierter Stellung behielt er die taktische Übersicht und nutze eine gegnerische Zeitnot zum 2:0.

In der Folge gewann Torben Knüdel gegen den U18 Vize-Landesmeister Nico Stelmaszyk. Nach ruhiger Eröffnung startete Knüdel einen Königsangriff, den er mit einer schönen Matt-Kombination zum 3:0 verwertete.

Imamali Askerov sicherte vorzeitig den Mannschaftssieg. Gute Vorbereitung und schönes dynamisches Spiel brachten ihm den vollen Punkt ein. Askerov ist neben Helms der zweite Spieler der Liga mit einem 100% Score nach 5 Runden. Mit seiner stärksten Saisonleistung erhöhte Jannik Rothenberg auf 5:0. In einer einseitigen Partie erzielte er nach und nach Fortschritte am Königsflügel, welche letztendlich gewinnbringend waren.

Zum Abschluss gewann auch Jacob von Estorff seine Partie. Eine günstige Abwicklung und eine gute Endspieltechnik waren der Grund für den vollen Punkt.

“Das war eine überragende Teamleistung, wahrscheinlich unser bisher bester Jugendbundesligaspiel überhaupt”, lobt Mannschaftsführer Torben Knüdel das Team.

Die Uelzener stehen nach vier Siegen und einer Niederlage weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Weiter geht es am 08.03.2020 beim Auswärtsspiel in Kiel.

 

Jugendbundesliga 2019/2020
12.01.2020

Nächster Kantersieg für Schachjugend des Post SV Uelzen

U20 Team gewinnt 5:1  gegen den Delmenhorster SK

Am Sonntag, den 12.01.2020, konnte die Jugendbundesligamannschaft des Post SV Uelzen einen souveränen 5:1 Sieg gegen SK Delmenhorst feiern. In Bestbesetzung und mit der Favoritenrolle ging es für die Postler in den Mannschaftskampf.  Finn Helms, der amtierende deutsche Juniorenmeister der Altersklasse U10, brachte die Uelzener mit 1-0 in Führung. An Brett 6 gewann er eine Figur in der Eröffnung und gewann in der Folge souverän. Helms ist nun einer von zwei Spielern in der Liga mit 4 Siegen aus 4 Spielen.

In einer positionell starken Partie sicherte sich Justus Bargsten am dritten Brett einen überzeugenden Schwarzsieg und damit das 2-0 für sein Team. Wenig später gewann auch Jacob von Estorff seine Partie an Brett 2. Ein gut geführter Königsangriff sowie eine schöne Mattkombination brachten die 3-0 Führung ein.

Imamali Askerov stellte kurz darauf am vierten Brett auf 4-0. In einer scharfen Partie rechnete Askerov gut und gewann durch eine konkrete Taktik. Askerov ist neben Helms der zweite Spieler der Liga der nach 4 Spielen 4 Siege aufweisen kann.

In der Folge trennte sich Mannschaftsführer Torben Knüdel am Spitzenbrett Remis. In seiner Schwarzpartie opferte er früh einen Bauern für ausreichendes dynamisches Gegenspiel. Am Ende kam Knüdel sogar in Vorteil, konnte einem Dauerschach in eigener Zeitnot aber nicht ausweichen.

Das 5:1 Endergebnis entstand durch ein Remis von Jannik Rothenberg am fünften Brett. Eine ausgeglichene Partie mit einem interessanten Figurenendspiel endete in einem Springerendspiel, in dem sich die Spieler auf Remis einigten. Nach den 4.5-1.5 und 6-0 Mannschaftssiegen war es bereits der dritte Kantersieg in Folge. “Die letzten Mannschaftskämpfe verliefen sehr gut, nun müssen wir uns gegen die Spitzenteams der Liga beweisen”,zog Mannschaftsführer Torben Knüdel ein Fazit nach dem Mannschaftskampf.

Weiter geht es für die auf Rang 2 stehenden Postler am 23.02.2020 beim Niedersachsenduell gegen die stark besetzte Mannschaft vom SK Lehrte.

 

Bericht: Torben Knüdel

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